Ordensgebet

Schütze, Herr den Templerorden!

Jetzt und heute und auch morgen!

Mach uns für den Kampf bereit,
in dem großen Widerstreit!

Segne unsere Ritterschaft!

Gib ihr Tapferkeit und Kraft!

Hilf, dass wir deine Schätze schützen:
Wort und Sakrament, die wir besitzen!

Führ‘ uns! Ist der Weg auch steil.

Bis wir erben all das Heil!

AMEN


Monatsgebet Dezember

Lebendiger, menschgewordener Gott!

„Alle Jahre wieder kommt das Christuskind“
So singt und klingt es allenthalben in diesen Dezembertagen!

Seit 2000 Jahren versucht die Christenheit das unsagbare Geheimnis
deiner Menschwerdung zu begreifen, es nicht nur mit dem Herzen,
sondern auch mit dem Verstand zu erfassen.

Die Kirche der Gegenwart mit ihren massiven Anstrengungen, sich selbst zu rechtfertigen
und zu erhalten hat vielleicht vergessen, welche gewaltigen geistigen Gefechte und
Auseinandersetzungen die Christen der ersten Jahrhunderte geführt haben,
um dieses größte Geheimnis der Zeitgeschichte zu enträtseln. 

Auf den von allen großen christlichen Konfessionen anerkannten ersten beiden
Konzilien von Nicäa 325 und Konstantinopel 381 fundierte sich das,
was wir heute so „selbstverständlich“ glauben,
es aber vielleicht ebenso wenig begreifen.

Der alexandrinische Philosoph Arius (256 – 336) leugnete, dass Jesus, dein Sohn, eines Wesens
mit dir sei, er sei „nur“ dein Geschöpf, zwar dein erstes Geschöpf, aber eben ein Geschöpf.  
Du seiest als Ursprung der Schöpfung etwas ganz andres als die Schöpfung, in dir gäbe es nichts Geschaffenes. Wenn aber gemäß des Johannesevangeliums das Wort aus Gott, aus Dir ist, dann ist es aus etwas anderem hervorgegangen, als aus sich selbst. Wenn aber nun etwas geschaffen ist, dann kann es nicht Gott sein, denn Gott ist ohne Beginn. Somit gab es, zumindest im logischen Sinne eine Zeit, in welcher dein Sohn nicht war, und somit warst du vor der Schaffung deines Sohnes auch nicht Vater. 

Die Konzilsväter begegneten dieser Lehre damit, dass dein Sohn von dir eben nicht geschaffen wurde, denn Schöpfung bringe nichts wesensgleiches, sondern verschiedenes hervor.
Nein, dein Sohn wurde aus dir geboren, durch dich gezeugt, und sie betonen damit die Göttlichkeit deines Sohnes, denn er ist aus dir hervorgegangen.
Wie ich bei meiner Geburt als Mensch aus dem Menschen Mensch wurde,
so wurde dein Sohn aus Dir, aus Gott, als Gott gezeugt und geboren, eines Wesens mit dir,
doch zugleich eben wahrer Gott und wahrer Mensch.
Deshalb beten wir im großen Nicäno – konstantinopolotinanischen Glaubenbekenntnis: 

Gott von Gott,
Licht vom Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater! 

Wahrlich, mein Gott,
das ist ganz schön kompliziert….
Oder doch nicht?

Vielleicht reicht ja wirklich, einfach zu glauben:
In diesem Kind wird deine Liebe Mensch!

Das feiern wir alle Jahre wieder…
AMEN